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Google verlinkt wieder Bilder. Steht Bilder SEO vor einem Comeback?

Google verlinkt wieder Bilder. Steht Bilder SEO vor einem Comeback?

Die Google Bildersuche hat in den letzten Jahren für mächtige Aufregung gesorgt. Statt zur Webseite zu verlinken, auf der das Originalbild zu sehen ist, zeigt Google dieses seit 2013 direkt in der Bildersuche an. Das führte nicht nur zum Traffic-Rückgang, sondern hat auch die Urheber auf den Plan gerufen. Nach mehreren Klagen hat Google nun erneut Änderungen vorgenommen, die wieder zu mehr Traffic führen könnten.

Anlass dafür war insbesondere die Klage der Bildagentur Getty Images, die der Suchmaschine vorwarf, Piraterie zu fördern. Der jahrelange Rechtsstreit führte nicht etwa zu einem Urteil, sondern zu einer Einigung beider Parteien. Ein Lizenzvertrag wurde geschlossen. 

Google rudert nach zahlreichen Klagen zurück
Bestandteil dieses Vertrags ist unter anderem, dass bei Bildern von Getty Images wieder direkt auf die Seite verlinkt wird und nicht mehr die Originaldatei in der Bildersuche angezeigt wird. Google hat sich nun offenbar dem Druck weiterer Urheber gebeugt und diese Regel für alle Bilder in der Bildersuche umgesetzt. Wer nun auf das Bild in der Detailansicht klickt, wird wieder zur der Seite weitergeleitet, auf der es Google gefunden hat.

Zusätzlich wurde der "Bilder ansehen"-Button entfernt. Aus dem missverständlichen "Aufrufen"-Button, der auch früher schon mit der Webseite verlinkt war, wurde nun der "Besuchen"-Button. Auch der Hinweis darauf, dass es sich bei dem Bild um urheberrechtlich geschütztes Material handelt, wurde etwas besser hervorgehoben.

Auch wenn Google damit nach drei Schritten voraus lediglich einen kleinen Schritt zurück gemacht hat, hoffen viele Webseitenbetreiber wieder auf mehr Traffic aus der Bildersuche. Somit rückt Image SEO wieder stärker in die Aufmerksamkeit der SEOs. Immerhin hat so mancher Webmaster Google nach der Einführung der neuen Bildersuche über die robots.txt gleich ganz den Zugang zu allen Bildern entzogen.

Qualität der Bilder wird immer wichtiger
Auch wenn Googles Versprechen, die neue Bildersuche würde zu mehr Traffic führen, schon damals an den Haaren herbeigezogen war, so haben einige Webmaster die Neuerungen zumindest als Weckruf verstanden, um an der Qualität ihrer Bildinhalte zu arbeiten. Dadurch, dass Bilder zunehmend auch in der Universal Search angezeigt werden, konnte so mancher Webseitenbetreiber auf diese Weise den Traffic-Verlust zumindest etwas ausgleichen.

Doch auch wenn der Traffic mit der neuen Bildersuche (zum Teil drastisch) zurückging, so hat sie den meisten Webseiten noch immer ein paar zusätzliche Besucher gebracht. Und weil auch aus diese konvertieren können, hat man sich halt damit abgefunden, dass Google die eigenen Bilder nun dafür nutzt, um seine Nutzer möglichst lange auf der Webseite zu halten. So wie es bereits mit Local Pack, Knowledge Graph und Co. beabsichtigt wird.

Bilder SEO ist einfach und wirkungsvoll
Ob man nun vom großen Comeback reden will oder nicht ¬– Image SEO lohnt sich nach wie vor und in Zukunft wahrscheinlich auch wieder ein bisschen mehr. Und da die Optimierung von Bildern nun wirklich kein Hexenwerk ist, sollten Webseitenbetreiber sich dadurch unbedingt den kleinen Wettbewerbsvorteil gegenüber all den vielen Webseiten verschaffen, die ihren Bildern noch immer zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Hier die wichtigsten Faktoren für Bilder SEO im Überblick:

Dateiname
Beim Dateinamen eines Bildes gilt dasselbe wie bei der URL einer Webseite. Als einer der wichtigsten Rankingfaktoren sollte darauf geachtet werden, dass der Dateinamen sprechend ist. Idealerweise befindet sich darin das Fokus-Keyword des Artikels, zu dem das Bild gehört.

Beispiel: "apfelbaum-herbst.jpg" statt "IMG_1118.jpg"

Dateigröße
Im Sinne der vielbeschworenen Ladegeschwindigkeit einer Webseite sollten Bilddateien möglichst klein sein, weil sie dann schnell geladen werden können. Alle modernen Kameras produzieren heute hochauflösende Bilder, die sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm meist problemlos auf mindestens 80 Prozent der Bildqualität komprimieren lassen, ohne das tatsächlich ein Qualitätsverlust erkennbar ist.

Tipp: Für WordPress gibt es auch Plugins, die die Komprimierung automatisch übernehmen.

Bildgröße
Die Dateigröße darf nicht mit der Bildgröße verwechselt werden. Denn während die Datei an sich möglichst klein sein sollte, muss das Bild möglichst groß sein. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, muss aufgrund der heutigen Bildqualität gar keiner sein. Hintergrund ist der, dass Google immer nach der größten Version eines Bildes sucht, weil dieses für den Nutzer am aussagekräftigsten ist. Je größer ein Bild, desto weiter vorne wird es gerankt. Als Faustformel gilt: Mindestens eine Bildkante sollte 300 Pixel messen.

Wichtig: Da Google stets das Bild mit der höchsten Auflösung anzeigt, sollte darauf geachtet werden, dass keine unterschiedlichen Bildgrößen existieren (z. B. für verschiedene Endgeräte). Dann kann es nämlich sein, das Google ein Bild von einer URL wählt, die keinen Nutzen für den Webmaster hat. Werden die Bilder in der Bildergalerie der Webseite beispielsweise alle in 400 x 300 Pixeln angezeigt, existiert aber auch noch die Originalgröße mit über 1.000 Pixeln, führt der Link hinter Bild und Button nicht in die Bildergalerie (was für zusätzliche Page Impressions sorgen würde), sondern eben zu der größeren Originaldatei.

Attribute
Um zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist, muss Google den Text analysieren, der damit im Zusammenhang steht. Denn diesen kann Google mittlerweile ziemlich gut interpretieren. Deshalb sollte immer darauf geachtet werden, einem Bild möglichst viel Text zuordnen. Alt- und Title-Tag sind genau dafür gemacht. Sie müssen dafür genutzt werden zu beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Auch hierbei gilt es Keywords zu verwenden.

Beispiel: < img src="http://www.domain.de/images/baume/apfelbaum-herbst.jpg" alt="Apfelbaum im Herbst" title="vollbehangener Baum mit Äpfeln" />

Bildunterschrift und umliegender Text
Zur Bildinterpretation zieht Google auch den Text in unmittelbarer Nähe des Bildes heran. Deshalb sollte nach Möglichkeit auch immer eine aussagekräftige Bildunterschrift eingebunden werden. Ist das Bild in einen Text eingebettet, wird auch dieser Teil, der direkt ums Bild fließt, analysiert. Das Bild sollte deshalb immer an einer inhaltlich passenden Position im Text eingebaut werden und nicht einfach irgendwo.

Exif-Daten für Image SEO unwichtig
Keine Rolle in Hinblick auf Image SEO spielt übrigens das Dateiformat des Bildes. Auch das Bildformat ist unwichtig, wenngleich das Querformat (4:3) in der Bildersuche naturgemäß mehr Platz einnimmt als das Hochformat, dadurch mehr Informationen liefert und letztlich natürlich auch die Klickwahrscheinlichkeit steigt.

Weiterhin irrelevant sind die Exif-Daten eines Bildes, wie Google auf Nachfrage von Martin Mißfeldt bestätigte. Dabei würden gerade sie der Suchmaschine ermöglichen, konkrete Angaben zum Copyright zu machen. Aber vermutlich ist genau das der Grund, warum die Exifs bisher nicht berücksichtigt werden. Das Urheberrecht an einem Bild spielt für das Ranking nämlich absolut keine Rolle. Und das ist ganz im Interesse von Google.


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