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Influencer Kennzeichnung - bis zu bis zu 500.000 Euro Strafe

Influencer Kennzeichnung - bis zu bis zu 500.000 Euro Strafe

Seit dem Jahr 2007 taucht der Begriff des „Influencers“ immer wieder in Zusammenhang mit den sozialen Netzwerken auf. Dadurch gewann die Social-Media-Prominenz an solch starker Bedeutung, dass mittlerweile auch Unternehmen fest mit ihnen zusammenarbeiten und sie als Markenbotschafter einsetzen. Was es mit dem Begriff auf sich hat und worum es sich beim Influencer-Marketing handelt, klärt die Interessengemeinschaft Sozialrecht e.V. auf ihrem kostenlosen Ratgeberportal.

Der Begriff des Influencers leitet sich von dem englischen Verb „to influence“ ab und bedeutet so viel, wie beeinflussen. Meist handelt es sich dabei um Personen, die aufgrund ihrer Expertise und durch Eigeninitiative über die sozialen Netzwerke bekannt wurden. Doch auch Personen des öffentlichen Lebens, wie Schauspieler, Sportler, Künstler, Politiker, Blogger und YouTuber, zählen zu den wichtigsten Influencern. 

In der Regel zeichnen sich Influencer durch eine Vielzahl an Followern aus, wodurch sie eine große Masse erreichen und somit eine hohe Reichweite aufweisen können. Indem sie wesentliche Bestandteile ihres Privatlebens über Facebook, Twitter und Co. mit ihrer Community teilen, wirken sie auf die Fans authentisch und glaubwürdig, also wie Stars zum Anfassen. Dadurch werden sie zu Meinungsbildnern, denen die Follower nacheifern. Das geht soweit, dass diese die gleichen Produkte nutzen und die gleiche Kleidung tragen wollen. Der Erfolg der Influencer führt dazu, dass sie die Kaufentscheidung ihrer Follower mit beeinflussen. 

Dieses Potential haben auch Unternehmen erkannt, welche die Social-Media-Prominenz gezielt zum Bewerben ihrer Produkte einsetzt. Da es mittlerweile schon längst nicht mehr ausreicht allein die Vorteile eines Produktes zu bewerben, werden die Influencers als Markenbotschafter eingesetzt. Dadurch hat sich das „Influencer-Marketing“ entwickelt, welches mittlerweile als Marketingmethode der Zukunft gilt und von nahezu jedem großen Unternehmen genutzt wird. Übergeordnetes Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad des Produktes oder der Marke zu erhöhen. 

Da es sich jedoch auch beim Influencer-Marketing um eine Form der Werbung handelt, müssen einige Regelungen und Vorschriften beachtet werden. Demnach müssen von Unternehmen gesponserte Beiträge klar als solche erkennbar sein. Andernfalls handelt es sich um eine Verschleierung der Werbung, also um Schleichwerbung. 

Schleichwerbung ist in Deutschland laut Gesetzen, wie dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und dem Telemediengesetz (TMG), verboten und hat eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Euro zur Folge. Gleiches gilt bei fehlender Rundfunklizenz. Zudem können andere Wettbewerber im Falle einer Rechtsverletzung weitere Ansprüche, wie den auf Unterlassung, Auskunft oder Schadensersatz, geltend machen.

Weitaus höhere Strafen hat eine Kunst-Urheberrechtsverletzung zur Folge. Diese kann neben einer Geldstrafe auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr sanktioniert  

werden. Auf ganze fünf Jahre erhöht sich die Freiheitsstrafe, wenn es sich um eine gewerbliche Urheberrechtsverletzung handelt. 

Neben den allgemeinen Vorschriften zur Werbung in Deutschland, sollten zudem auch die Nutzungsbedingungen und Richtlinien der jeweiligen sozialen Plattform beachtet werden. Im Falle einer Rechtsverletzung hat der Betreiber der Webseite die Möglichkeit, das rechtsverletzende Konto sperren zu lassen. 

Weitere Informationen zum Thema „Strafen für Influencer“ finden Sie unter www.urheberrecht.de


Über den Autor
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Isabel Frankenberg

Isabel Frankenberg hat Journalismus und Unternehmenskommunikation in Berlin studiert und arbeitet zur Zeit als freie Journalistin für verschiedene Verbände, wie der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.. Unter anderem befasst sie sich in Ihren Artik
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